Marion Rosin fordert mehr Sachlichkeit in der Diskussion zur Bildungsfreistellung

Auf die Kritik der Thüringer Handwerkskammer, das geplante Bildungsfreistellungsgesetz gefährde die Existenz kleiner und mittlerer Unternehmen, entgegnet Marion Rosin, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Die Argumentation der Handwerkskammer kann ich nicht nachvollziehen. Sie entspricht nicht den Tatsachen, deshalb halte ich mehr Sachlichkeit in der öffentlichen Diskussion für dringend erforderlich.“

 

Thüringer Kultusministerin verspricht: Lehrer sollen verbeamtet werden

Archiv-Foto: Patrick Pleul/dpa

Thüringer Allgemeine/11.02.2015
Ein so gut wie unkündbarer Arbeitsplatz, bessere Bezahlung, eine gute Pension im Alter - eine Beamtenlaufbahn hat Vorteile. Man könnte solche Aussichten auch einen handfesten Standortvorteil nennen.
Zum Beispiel bei Lehrern. In Thüringen wurde die Verbeamtung von Pädagogen 2008 ausgesetzt. Doch inzwischen muss Thüringen vor allem für Naturwissenschaften und Fremdsprachen außerhalb der Landesgrenzen werben, weil geeignete Bewerber fehlen und in den Lehrerzimmern die Alterspyramide droht.

 

Wettbewerb zum neuen Bildungsplan

Ideen der Jugendlichen und Kinder gefragt
In Thüringen wird zurzeit unter Regie der Schiller-Universität Jena der deutschlandweit erste Bildungsplan entwickelt, der die Entwicklungsbedürfnisse von Jugendlichen bis zur Volljährigkeit einschließt.  Der "Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre" ist eine Fortschreibung des "Thüringer Bildungsplans bis 10 Jahre".
Bevor Ende Mai die druckfertige Fassung des Bildungsplanes vorliegen kann, muss noch ein wesentlicher Beitrag von Kindern und Jugendlichen beigesteuert werden.

 

Lehrerverbeamtung in Thüringen muss kommen

Mit Blick auf die bundesweite Debatte um qualifizierte Nachwuchspädagogen an Schulen erklärt Marion Rosin, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Die Regierungskoalition in Thüringen muss nun prüfen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, ob eine Rückkehr zur 2008 ausgesetzten Lehrerverbeamtung möglich ist.“
Die Landtagsabgeordnete betont: „Die Verbeamtung von Lehrern wäre ein wichtiger Schritt, um auch künftig genügend qualifizierte Nachwuchspädagogen für den Schuldienst in Thüringen gewinnen zu können.“ Nur mit attraktiven Einstellungsbedingungen könne Thüringen im sich verschärfenden Länderwettbewerb um gut ausgebildete Nachwuchslehrer bestehen. Dazu gehöre auch die Möglichkeit zur Verbeamtung. Klar sei aber auch, dass für Verbeamtungen, die ab 2016 durchgeführt werden, finanzpolitische Vorkehrungen für die Zukunft getroffen werden müssen, um zukünftigen Pensionslasten besser Rechnung tragen zu können. Darauf hatten sich die Verhandlungspartner im Koalitionsvertrag ebenfalls geeinigt.

 

Thüringen braucht Kontinuität in der Bildungspolitik

Der kürzlich vorgelegte Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung zeigt: Thüringen gehört im Bildungsbereich zu den Spitzenreitern unter den Bundesländern. „Das vergleichsweise gute bis sehr gute Abschneiden Thüringens gründet auf den enormen Anstrengungen der vergangenen Jahre, insbesondere unter SPD-Bildungsminister Christoph Matschie“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Marion Rosin, nach dem Erscheinen der Studie. Weitere Anstrengungen seien jedoch nötig, damit Thüringen den Platz an der Spitze halten könne. Rosin ist sich sicher, dass die neue Kultusministerin Birgit Klaubert an die erfolgreiche Arbeit der vergangenen fünf Jahre anknüpfen werde. „Der rot-rot-grüne Koalitionsvertrag gibt dafür die richtigen Wegmarken vor“, so Rosin.